Mit über 25 Jahren Erfahrung in der Tragwerksplanung und Baudynamik bringe ich einen breiten und fundierten fachlichen Hintergrund in mein junges Ingenieurbüro ein, das ich Ende 2025 als freiberuflicher Ingenieur gegründet habe.
Mein besonderes Interesse und Augenmerk liegt in der Verknüpfung von Theorie und Praxis, welche speziell in der Dynamik geprägt ist durch den Abgleich von Messungen und Berechnungen. Gerade dieser Abgleich liefert immer wieder tiefere Einblicke, Überraschungen und oft die Erfordernis, Neues zu denken und Details zu hinterfragen.
Auf der anderen Seite steht die sichere und erfahrene Anwendung etablierter Methoden in der Auslegung verschiedenster Strukturen, wie schwingungsisolierte Maschinenfundamente, Tilger und Dämpfer. Gerade in diesem Kontext konnte ich immer wieder auch Strukturen im Hinblick auf Erdbeben analysieren und auslegen.
Dipl.-Ing. Axel Heinrichs
Tragwerksplaner & Baudynamiker – Konstruktiver Ingenieurbau


WERDEGANG
„Nur wer nicht sucht, ist vor Irrtum sicher.“
Albert Einstein
1971 geboren in Ratingen
1990 Abitur in Dortmund
1990 bis 1991 Zivildienst als Rettungssanitäter
1992 bis 2000 Student, Ingenieurbüro für Bauwesen Dr.-Ing. Klemens Pelle
2000 Diplom an der Technischen Universität Dortmund
Bauingenieur (Dipl.-Ing.) – Konstruktiver Ingenieurbau
2001 bis 2006 CODEMA International, Offenbach/Essen (heute: Ingérop Deutschland)
2006 bis 2007 Engels Ingenieure, Dortmund / Multiconsult AS Oslo, Norwegen
2007 bis 2013 ZERNA Ingenieure, Bochum (heute: ZPP Ingenieure / SOCOTEC)
2013 bis 2015 GERB Engineering, Essen
2015 bis 2017 IDN Ingenieurbüro DOMKE Nachf., Standort Dortmund
2017 bis 2019 VICODA, Zeven (heute: LISEGA Abt. Schwingungstechnik)
2020 EZI Ingenieure, Solingen
2021 bis 2025 IDN Ingenieurbüro DOMKE Nachf., Standort Dortmund
2025 Gründung: STADYN – Ingenieurbüro für Statik & Dynamik, Dortmund
2011 Mitglied Ingenieurkammer-Bau NRW, Nr. 724692
2020 Qualifizierter Tragwerksplaner, QT2138, IK-Bau NRW
2025 Zertifikat Bauwerksprüfung im Hochbau, Ingenieurakademie West (Fortbildungswerk der IK-Bau NRW)
Entwicklung von Expertise durch langjährige Praxiserfahrung
Projektbeispiele
„Mache die Dinge so einfach wie möglich. Aber nicht einfacher!“
Albert Einstein

Dynamische Auslegung von Maschinenrahmen für Turbosätze
Gerade die Struktur zwischen der Turbine und dem Fundament bestimmt das dynamische Verhalten des Gesamtsystems entscheidend mit. Durch die Berücksichtigung dieser Zwischenstruktur können potentielle Resonanzphänomene erkannt und durch ein adäquates Design des Maschinenrahmens wirkungsvoll vermieden werden.




Tragwerksplanung Maschinenfundament
Die Tragwerksplanung eines Maschinenfundamentes beinhaltet nicht nur Aspekte der Standsicherheit. Im Vordergrund steht hier auch vor allem die dynamische Gebrauchstauglichkeit der Gesamtkonstruktion, die bestimmte Vorgaben des Maschinenherstellers erfüllen muss.
Dieses Projekt ist ein Beispiel für die vollständige Erstellung der Planung von der Festlegung der Bauteildicken, über das Auslegen der hier verwendeten Schwingungsisolierung durch Feder- und Dämpferelemente bis hin zur Erstellung der Ausführungsunterlagen in Form von Schalungsplänen und Bewehrungsplänen. Auch die Stützen, die Bodenplatte und die Anordnung der Pfähle waren Bestandteil der Ausführungsplanung.



Analyse von Schwingungsproblemen
Entwicklung von Lösungskonzepten
„Das Problem zu erkennen, ist wichtiger, als die Lösung zu erkennen, denn die genaue Darstellung des Problems führt zur Lösung.“
Albert Einstein
Im obigen Zitat ist die beste Vorgehensweise bei Schwingungsproblemen skizziert – die Entwicklung eines genauen Verständnisses des zugrundeliegenden Mechanismus ist die Basis für die Untersuchung der wirksamkeit verschiedener Lösungsansätze. Sehr vorteilhaft für die Lösungsfindung ist, wenn durchgeführte Schwingungsmessungen am Objekt mit einem Berechnungsmodell detailliert nachvollzogen werden.
In diesem Projektbeispiel war letztlich die Anordnung eines Bleches an der richtigen Stelle die unkomplizierte, schnelle und günstige Lösung.






Ermittlung von Spezifikationen für Tilger (TMD)
Tilger müssen sehr sorgfältig entworfen werden, da ihre Funktionsweise darauf basiert, dass sie genau auf eine bestimmte Frequenz eingestellt sind. Daher ist es am besten, wenn die vorhandenen Strukturfrequenzen durch Schwingungsmessungen am bestehenden Objekt ermittelt werden können.
Wenn jedoch ein Tilger schon in der Entwurfsphase ausgelegt werden muss, ist es von entscheidener Bedeutung, die mögliche Bandbreite der Streuungen der Strukturfrequenzen zutreffend zu ermitteln, denn die erforderliche Einstell-Bandbreite des Tilgers koppelt direkt zurück auf dessen technische Komplexität und somit letztlich auch auf dessen Kosten.



Einstellung eines Tilgers

Für die Matagarup Bridge in Perth (Australien) wurde von LISEGA ein mehrere Tonnen schwerer Brücken-Tilger der Bauart „Tuned Mass Damper“ (TMD) entwickelt, der störende seitliche Brückenschwingungen von vornherein verhindert, die sonst durch Fußgänger hätten angeregt werden können. Dieses technische Phänomen wurde im Jahre 2000 durch die spektakulären Schwingungen der Millenium Bridge in London (UK) auch einem breiteren Publikum bekannt.
Das Einstellen dieses Tilgers im Bauwerk erforderte höchste Präzision und musste begleitend mit Schwingungsmessungen verifiziert werden.



Beratung – Zustand der Erdanker
Für die Westfalenhalle IV in Dortmund wurde eine Beurteilung der strukturellen Integrität der Erdanker gefordert. Diese Erdanker sind wegen der Verwendung eines in den 1950er Jahren gebräuchlichen Spannstahls durch Spannungsrisskorrosion gefährdet. Die hier durchgeführte Herangehensweise einer nicht-invasiven Untersuchung durch das messtechnische Erfassen und durch dynamische Finite-Elemente-Berechnungen abgeglichene Schwingungsverhalten des Tragwerkes konnte dieser Zustand der Erdanker eingeschätzt werden. Die Konzeption dieses Vorgehens und die dynamischen Berechnungen wurden von mir entwickelt und durchgeführt – die Schwingungsmessungen vor Ort wurden durch Müller-BBM begleitet.




Weiterentwicklung von Expertise durch kontinuierliche Fortbildung
„Das Wichtigste ist, dass man nicht aufhört zu fragen.“
Albert Einstein
Ständige Fortbildung wird nicht nur als eine obligatorische „Maßnahme“ wahrgenommen. Neugierde als Triebfeder mündet in der regelmäßigen Teilnahme an qualititativ hochwertigen Weiterbildungen – oft mehrfach im Jahr.

Ingenieurakademie West – Fortbildungswerk der Ingenieurkammer-Bau NRW
Beispielhafte Themen:
/ Ermüdungsfestigkeit von Schweisskonstruktionen /
/ Erdbebenbemessung /
/ Konstruieren und Bemessen im Holzbau /
/ Verstärken von Stahlbetonbauteilen /
/ Nachweisführung geotechnischer Bauwerke /
/ Stabilitätsnachweise im Stahlbau /
etc. etc. etc.
VDI – Fachtagungen Baudynamik
VDI – Seminar Schwingungsmesstechnik
Fachtagungen Forschungsvereinigung Baustatik-Baupraxis
SOFiSTiK Fachgespräche
SOFiSTiK Seminare / Workshops
